26.06.14

Game•Peteback: Risk of Rain


Anlässlich des Steam Summer Sale kommt hier eine kleine Empfehlung meinerseits.

Risk of Rain

"Risk of Rain" (Trailer/Shop-Seite) ist ein Action-Platformer mit Roquelike-Elementen, aus dem Jahr 2013. Entwickelt wurde das Indie Game von dem Zweimann-Entwicklerteam Hopoo Games, welches aus Duncan Drummond und Paul Morse besteht. Beide sind Studenten an der Universität von Washington. Das Projekt finanzierte sich über eine Kickstarter Kampagne und wurde schließlich im November 2013 veröffentlicht. Als Publisher fand sich Chucklefish Games. Den Entwicklern war es wichtig ein Spiel zu schaffen, welches den Spieler vor wichtige Entscheidungen stellt, welche auch noch unter extremen Druck von Zeit und Gegnern getroffen werden müssen.

Das Spiel entstand mit dem GameMaker: Studio Tool und ist in einer liebevollen 8-Bit-Pixeloptik gehalten, wo man sich zweidimensional durch die Level bewegt. Die Pixelgrafik wurde dabei wirklich gut umgesetzt, was vor allem durch die verschiedenen Gegner gezeigt wird. Die Entscheidung für einen Retrostil kommt nicht von ungefähr, denn die Entwickler wollten das Beste aus alten Platformer Games zusammentragen um ein Spielerlebnis zu schaffen, welches sowohl Genre-Liebhaber als auch Neulinge begeistern kann. Durch das Pixeln ist es den Entwicklern auch möglich, viele Gegner in kurzer Zeit zu kreieren und ins Spiel zu implementieren. Außerdem werden so die Größenunterschiede verschiedener Gegner besser dargestellt.
Kommen wir zum Gameplay. Am Anfang kann man in einem Raumschiff aus verschiedenen Klassen bzw. Charakteren wählen. Zunächst ist nur eine Klasse verfügbar. Der Commando. Allerdings schaltet man im Spielverlauf auch schnell weitere Charaktere frei. Jede Klasse hat verschiedene Fähigkeiten, Waffen, Stärken und Schwächen. Die erste Klasse ist damit auch schon der Allrounder. Der Commando hat ein Maschinengewehr, mit dem man Gegnern in kurzer Zeit viel Schaden zufügen kann. Sein Rapidfire-Move kann Gegner kurzzeitig bewegungsunfähig machen und er besitzt auch eine Art Shotgun-Move, der mehrere Gegner trifft und diese weiter zurückgestoßen kann. Seine spezielle Fähigkeit ist das Rollen. Hört sich zunächst unbrauchbar an, macht ihn aber sehr agil und außerdem ist man während des Rollens unverwundbar, wodurch man schon mal einem mächtigen Angriff entkommen kann. Es ist wichtig die Stärken und Schwächen einer Klasse gut zu kennen, damit man im Spiel vorankommt.

Die Spielfigur stürzt also auf einem Planeten ab und nun geht es auch schon ums nackte Überleben. Erst ist man noch alleine, doch schon bald treten die ersten kleinen Monster auf, die dem Überlebenden ans Leder wollen. Da hilft nur sich mit allen Mittel zu verteidigen. Besiegte Gegner lassen Geld und Erfahrungspunkte zurück. Erfahrungspunkte erhöhen wie vermutet das Level und steigern Lebenspunkte und die Schadenwirkung. Mit dem Geld lassen sich Truhen öffnen in denen sich willkürlich Gegenstände befinden. Geld ist alles in dem Spiel. Durch Geld lassen sich neue Gegenstände erschließen, die sich wie schon erwähnt in Truhen befinden. Allerdings auch in Statuen. Diese geben einem aber nicht immer etwas, sodass man durch eine Opfergabe leider manchmal leer ausgeht. In einem anderen Container befinden sich sechs kleine Monster, die beim Öffnen ihres Gefängnisses sofort das Weite suchen. Wenn man alle innerhalb eines Zeitlimits erledigt hat, bekommt man einen Preis. Hier und dort findet man auch mal Drohnen, die entweder Heilung spenden oder selbstständig Gegner angreifen können.
Ziel eines jeden Levels ist es, einen Teleporter zu erreichen und diesen zu aktivieren. Der Teleporter wird in jedem Level random platziert, genau wie der Startpunkt für den Charakter. Hat man den Teleporter gefunden und aktiviert erscheint ein random Level Boss. Ist dieser besiegt müssen alle restlichen Gegner beseitigt werden, erst dann kann man ins nächste Level vordringen. Mit fortlaufenden Leveln werden die Gegner stärker, was aber innerhalb eines Levels passieren kann. In der rechten, oberen Ecke des Bildschirms läuft ein Timer mit, welcher angibt, wie hoch der momentane Schwierigkeitsgrad der Level ist. Nach ca. 5 Minuten ertönt eine Glocke und man springt von "Very Easy" zu "Easy" und so weiter. Das setzt den Spieler immer unter Zeitdruck, da man nicht unendlich Geld oder Gegenstände farmen kann, weil irgendwann die Gegner zu übermächtig werden. Gegenstände können in die nächsten Level mitgenommen werden, Geld wird nach jedem Level in Erfahrungspunkte umgewandelt und muss neu gesammelt werden.

Neben dem Geld sind die sammelbaren Gegenstände sehr wichtig, denn nur durch diese kann der Charakter stärker und wehrhafter werden. Einige der Gegenstände haben einen passiven Effekt, andere können als Spezialwaffe eingesetzt werden. "Bitter Root" erhöht die Lebensenergie um 8%, während "Boxing Glove" einen Knock-Back beim Gegner verursachen kann. "Bustling Fungus" heilt den Charakter, wenn er für 2 Sekunden still steht und "Barbed Wire" fügt den Gegnern Schaden zu, wenn sie den Charakter berühren. Offensive Gegenstände wären z.B "Rotten Brain", was ein herumspringendes Gehirn erzeugt was Gegner verlangsamt und ihnen Schaden zufügt, oder "Ceremonial Dagger" wo jeder besiegte Gegner 4 wärmesuchende Projektile abfeuert, die anderen Gegnern schaden. "Shattered Mirror" erzeugt für 15 Sekunden einen Schattendoppelgänger der alle Handlungen nachahmt und somit den ausgeteilten Schaden verdoppeln kann.
Wichtig ist zu wissen, was die Gegenstände für Fähigkeiten verleihen und wie man sie am besten kombinieren kann. Da die Gegenstände aber nur random in die Level gestreut werden, kann man sich nicht immer eine Strategie zurechtlegen und muss öfters mit den Items klarkommen, die man freischalten kann. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass ein Run schon von vornherein aussichtslos wird. Man sollte aber nie zu früh die Flinte ins Korn werfen, denn schon zwei weitere Items können das Blatt schon wieder wenden und in Verbindung mit den schon erhaltenen Fähigkeiten mächtige Kombinationen hervorrufen. Durch die Fähigkeiten lassen sich bestimmte Charaktereigenschaften auch verbessern. Wenn eine Klasse sehr langsam ist, ist es ratsam die Augen nach Items offen zu halten, die das Bewegungstempo erhöhen.


 Risk of Rain Gameplay von Mir für Euch!



 Fazit.
"Risk of Rain" ist ein wirklich guter Action Plattformer, der zum einen sehr fordernd ist aber durch das ausgeklügelte Gameplay auch sehr motivierend ist. Man braucht ein wenig Eingewöhnungszeit um sich an das Gameplay zu gewöhnen und um die Mechanismen zu verstehen. Dann kann man aber auch schon bald Erfolge feiern und schaltet mehr Charaktere und auch neue Items frei, sodass man immer weiter in den Levels vordringen kann. Gerade jetzt im Steam Summer Sale sollte man bei "Risk of Rain" zugreifen, denn es ist genauso ein Spiel für zwischendurch, als auch ein Spiel das längerfristig Spaß bereitet! Dazu gibt es noch einen sehr unterhaltsamen Online- und Lokal-Multiplayer, damit man sich nicht alleine durch die Monsterhorden schlagen muss. Für Sammler gibt es noch Errungenschaften, Sammelkarten und einen Monster Almanach freizuschalten.




Bis dahin - Tschödeldö





Fakten: http://en.wikipedia.org/wiki/Risk_of_Rain
             http://riskofrain.wikia.com/wiki/Main_Page
Bilder:  http://levelupguides.com/risk-of-rain/100-acheivements-risk-rain/
             http://www.geekpeeks.com/2013/07/09/indie-game-spotlight-risk-of-rain-beta-preview/
             http://media1.gameinformer.com/imagefeed/screenshots/RiskOfRain/Screenshot4.jpg